Katastrophenschutzübung: Landkreis Saarlouis übt mit den Krankenhäusern in Saarlouis und Lebach
Ein teilweise eingestürztes Theater am Ring in Saarlouis und viele Verletzte, die in verschiedenen Krankenhäusern behandelt werden müssen: Das ist das fiktive Szenario der Katastrophenschutzübung des Landkreises Saarlouis. Rund 600 Menschen wirken am Samstag, 5. September 2026, mit. Wegen der Übung ist mit Verkehrseinschränkungen in der Saarlouiser City zu rechnen.
Das Theater am Ring in Saarlouis ist der Hauptschauplatz der Katastrophenschutzübung des Landkreises Saarlouis am Samstag, 5. September 2026. Foto: Landkreis Saarlouis/Yannick Hoen
Der Landkreis Saarlouis führt mit den Ämtern der Kreisverwaltung am Samstag, 5. September 2026, und gemeinsam mit seinen Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen, dem Rettungsdienst, dem Caritas-Krankenhaus Lebach, dem Krankenhaus Saarlouis vom DRK, dem Marienhaus Klinikum St. Elisabeth, der Saarlouiser Polizei, der Kreisstadt Saarlouis und dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar eine groß angelegte Katastrophenschutzübung durch. Beteiligt sind etwa 600 Personen.
Angenommenes Szenario ist der plötzliche Teileinsturz des Theaters am Ring in Saarlouis, durch den sehr viele Menschen unterschiedlich schwer verletzt und medizinisch versorgt werden müssen - ein schweres Unglück, bei welchem dem Landkreis Saarlouis als Unterer Katastrophenschutzbehörde die Einsatzleitung obliegt.
Übungszeitraum: 10 bis 15 Uhr
Die eigentliche Übung findet in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr statt, im Anschluss gibt es eine Abschlussveranstaltung mit Resümees der Mitwirkenden in der Hans-Welsch-Halle in Saarlouis-Lisdorf.
Ziel der Übung ist einerseits die Erprobung der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP). Beteiligt sind deswegen alle Krankenhäuser der Regelversorgung im Landkreis Saarlouis. Da das Ganze andererseits aber auch für alle anderen im Katastrophenschutz des Kreises Tätigen einen großen Mehrwert haben soll, werden durch den angenommenen Teileinsturz des Theaters die Hilfsorganisationen und weitere Akteure aktiv eingebunden. Zu ihren vielen Aufgaben gehört es unter anderem neben den eigentlichen Rettungsarbeiten vor Ort, eine Wasserentnahmestelle einzurichten und eine Notunterkunft in der Lisdorfer Hans-Welsch-Halle zu betreiben. Um das Geschehen möglichst realistisch darzustellen, wirkt am Übungstag auch eine große Anzahl von (Verletzten-)Mimen mit.
(Teil-)Sperrungen von Straßen und Parkplätzen
Durch die Übung wird es in Teilen der Saarlouiser Innenstadt im Laufe des Tages zu (Teil-)Straßensperrungen, Umleitungen und Parkplatzbeeinträchtigungen bzw. -sperrungen kommen. Die Verantwortlichen bitten hierfür um Verständnis und empfehlen, wenn möglich, den Bereich des inneren Rings zu umfahren.
Straßensperrungen/Busverkehr: Der gesperrte Bereich erstreckt sich vom Kaiser-Friedrich-Ring (Kreisel ZOB) entlang des Theaters am Ring über den Luxemburger Ring bis hin zur Einmündung Vaubanstraße (in diesem Bereich wird unter anderem eine Schlauchleitung zur Wasserentnahme aus dem Saaraltarm verlegt).
Gleichzeitig werden auch alle auf diesem Streckenabschnitt einmündenden Straßen (Lothringer Straße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Neue-Brauerei-Straße) ab Höhe Professor-Notton-Straße gesperrt. Zudem ist die Zufahrt der Wallstraße zum Kaiser-Friedrich-Ring gesperrt.
Die Straßensperrungen werden in den frühen Morgenstunden des 5. Septembers errichtet. Nach Übungsende werden die Sperrungen sukzessive zurückgebaut und die Straßen wieder für den Verkehr freigegeben.
Durch die Sperrungen ergeben sich auch Änderungen im Busverkehr, nachlesbar sind diese auf der Homepage der KVS, www.kvs.de.
Parkplätze: Die Parkplätze im Bereich Luxemburger Ring/Kaiser-Friedrich-Ring werden während der gesamten Zeitdauer der Sperrung nicht erreichbar sein. Darüber hinaus gibt es ggf. auch an anderen Stellen Parkplatzbeeinträchtigungen.
Sondersignale: Durch die angenommene Alarmierung der Einsatzkräfte kann es zudem im Umfeld der Übungsbereiche verstärkt zur Martinshorn- und Blaulichteinsätzen kommen.
Landrat Lauer: „Übungen wie diese sind eminent wichtig“
Im Falle einer Katastrophe im Landkreis Saarlouis übernimmt der Landkreis als Untere Katastrophenschutzbehörde die Einsatzleitung. Einsatzleiter ist der Landrat. In solchen Krisenfällen – und nun auch im Rahmen der Übung – sind im Landratsamt zwei Stäbe tätig. Die Einsatzmaßnahmen vor Ort werden vom Operativ-Taktischen Stab koordiniert. Der Administrativ-Organisatorische Stab leitet hingegen die erforderlichen Verwaltungsmaßnahmen. Landrat Patrik Lauer: „In unseren Krisenstäben, die wir in solchen Lagen einberufen, laufen alle Fäden und Informationen zusammen. Hier arbeiten die beteiligten Behörden eng mit allen unseren Hilfsorganisationen und in diesem Fall auch den Krankenhäusern zusammen.“ Hier werde entschieden, was getan wird – von der Koordination der konkreten Hilfe vor Ort bis zur Bevölkerungsinformation auf verschiedenen Plattformen.
Zur Übung gehört demnach auch, dass die Pressestelle des Landkreises die Koordinierung der Presse- und Bevölkerungsinformation im Katastrophenfall durchspielt. Entsprechende Meldungen auf den verschiedenen Landkreis-Kanälen werden jeweils mit dem Wort „ÜBUNG“ gekennzeichnet.
Landrat Patrik Lauer betont: „Alle bei einem solchen Einsatz Beteiligten eint das Ziel, eine Katastrophe bestmöglich zu bewältigen und Hilfe und Schutz für die Menschen wirksam zu gewährleisen. Damit dies optimal gelingt, sind möglichst realistische Übungen, wie wir sie am 5. September gemeinsam durchführen, eminent wichtig. Und wie schnell es zu einer großen Krisensituation kommen kann, in der gemeinschaftliches kluges Handeln gefragt ist, haben wir beim Pfingsthochwasser 2024, aber auch bei den vielen Vegetationsbränden der jüngsten Vergangenheit erleben können.“
Die Planungen für die Übung gingen über einen langen Zeitraum; federführend war hierbei das zuständige Dezernat III – Sicherheit und Ordnung - des Landkreises Saarlouis. Im Namen des Kreises dankt Landrat Patrik Lauer allen ehrenamtlichen Einsatzkräften und Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie allen hauptamtlichen Kräften, die an der Vorbereitung und Durchführung der Großübung mitwirken.
Wichtige Hinweise zur Katastrophenschutzübung und Hinweise zum Übungsgebiet gibt es auf unserer Homepage und auf den Social-Media-Kanälen des Landkreises Saarlouis.
Der Landkreis Saarlouis schaltet am Tag der Übung auch ein Bürgertelefon. Es ist am 5. September 2026 von 10.30 Uhr bis 15 Uhr erreichbar unter Tel. 06831/444-6655, E-Mail: buergertelefon@kreis-saarlouis.de.
Die Beteiligten der Katastrophenschutzübung
Beteiligt an der Übung sind neben dem Landkreis Saarlouis das Caritas-Krankenhaus Lebach, das Krankenhaus Saarlouis vom DRK, das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis, die Saarlouiser Polizei, die Kreisstadt Saarlouis, die Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienst (Deutsche Rote Kreuz, DRK), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Malteser Hilfsdienst (MHD), das Technische Hilfswerk (THW), die Rettungshundestaffel Saar (BRH), die Notfallseelsorge und Krisenintervention (PSNV) sowie der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Saar und das Kreisverbindungskommando der Bunderwehr (KVK Saarlouis).
