Unser Dorf hat Zukunft 2025
Bei der 28. Ausgabe des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ haben sich 2025 beeindruckende elf Dörfer aus dem Landkreis Saarlouis zum Wettbewerb gemeldet. Eine sechsköpfige Jury war im Sommer 2025 in allen teilnehmenden Dörfern unterwegs, um die eingereichten Bewerbungen auf den Prüfstand zu stellen. Vor Ort erhielten sie vielseitige Einblicke in das Zusammenleben sowie in die bereits abgeschlossenen oder noch anstehenden Dorfprojekte.
Das Bewertungsgremium setzte sich wie folgt zusammen: Sandra Silvanus-Friedrich (Verband für Handel, Handwerk und Gewerbe), Joshua Pawlak (Bürgermeisterkreisgruppe), Elisabeth Schütz (SaarLandFrauen Kreisverband Saarlouis), Hans Martin (AWO Kreisverband Saarlouis), Peter Metzdorf (Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Saarlouis) und Alexander Schwehm (Architektenkammer des Saarlandes). Auf ihrer Reise wurde die Jury von Monika Lambert-Debong (Sachgebietsleitung Umwelt und Klimaschutz im Landkreis Saarlouis) begleitet, die den Kreisentscheid koordinierte und auch die Abschlussveranstaltung federführend plante.
Alle Teilnehmenden erhielten – unabhängig von ihrer Platzierung – ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro sowie entsprechende Teilnahmeplaketten zum Aushang in den Dorfgemeinschaftshäusern. Die beiden Gewinnerdörfer erhielten zusätzlich einen Scheck über jeweils 1000 Euro sowie ein Siegerschild.
Zwei Golddörfer wurden von der Jury ausgewählt. Landrat Patrik Lauer: „Mit Altforweiler und Reisbach werden wir zwei würdige Vertreter in den bevorstehenden Landeswettbewerb von ,Unser Dorf hat Zukunft‘ entsenden.“ In den beiden „Golddörfern“ habe die Jury insbesondere die „großartig koordinierten Bereisungsprogramme“ beeindruckt: Während man in Reisbach an jedem Haltepunkt herzlich von dem Gardenachwuchs in Empfang genommen wurde, ging es in Altforweiler auf einem Piratenschiff-Umzugswagen durch den Ort.
Reisbach
Altforweiler
Aufgrund der großen Zahl an Teilnehmerdörfern und der hohen Qualität der präsentierten Projekte habe man sich beim diesjährigen Kreisentscheid zudem darauf verständigt, gleich drei Sonderpreise zu vergeben, so Lauer. Der sogenannte Sonderpreis des Landrates wurde somit nicht nur für ein einzelnes herausragendes Projekt verliehen, sondern ging an drei Dörfer: Bilsdorf, Felsberg und Gresaubach. Diese Dörfer durften sich über ein ergänzendes Preisgeld von jeweils 500 Euro sowie eine Sonderpreis-Plakette freuen.
Felsberg
In Felsberg konnten besonders die Arbeiten rund um die Burg Neufelsberg überzeugen: Im Volksmund „Teufelsburg“ genannt, wird sie „dank des großen Engagements der Bevölkerung, innovativer Ideen und der guten Zusammenarbeit mit den französischen Partnern als touristisches und nachhaltiges Zentrum mit hohem Erlebniswert weiterentwickelt“, so die Bewertung der Jury.
Bilsdorf
Bilsdorf bestach durch seinen Mehrgenerationenplatz, der nunmehr den alten Sportplatz ersetzt. Seit einigen Jahren wird das gepflegte Gelände sukzessive durch unterschiedliche Module aufgewertet. Zuletzt entstand eine sehenswerte Multifunktionsanlage mit Hilfe eines Zuschusses des Umweltministeriums.
Gresaubach
In Gresaubach wurde insbesondere das neue Dorfzentrum gelobt: Rund um die alte Schule zeigen Vereine – von Musik- über Theaterverein bis hin zu den Blaulichtorganisationen – ein besonderes Miteinander und einen starken Zusammenhalt.
Dörsdorf
Für den Sonderpreis der Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, der in diesem Jahr zum Thema „Kinder und Jugend im Dorf“ vergeben wird, wurde das „Dorfcamp“ in Dörsdorf nominiert. Es findet jährlich in der ersten Woche der Sommerferien rund um den Sportplatz statt. Um ein erfolgreiches Event auf die Beine zu stellen, arbeiten ortsansässige Vereine und Firmen nicht nur in der Organisation, Durchführung und bei der Betreuung der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, sondern auch bei der Finanzierung Hand in Hand.
Dorf im Bohnental
Ebenfalls um den Sonderpreis der Ministerin wird Dorf im Bohnental als Teil der Bohnentaler Dörfer antreten. In einer Gemeinschaftsbewerbung mit den Nachbardörfern Neipel, Scheuern, Überroth-Niederhofen und Lindscheid, die allesamt dem Landkreis St. Wendel angehören, sprach die dortige Jury eine Nominierung aus. Beim „Solo-Auftritt“ im Landkreis Saarlouis wusste Dorf im Bohnental durch einen guten Mix aus Natur und Dorfleben zu überzeugen.
Weitere Teilnahmepreise gingen nach Aschbach, Eimersdorf, Primsweiler und Werbeln.
Aschbach
In Aschbach schwärmte die Jury vom „umfangreichen Veranstaltungskalender“ und „gepflegten Anlagen der Vereine, die auf ein großes Engagement der Mitglieder hindeuten“.
Primsweiler
Primsweiler zeichnete sich durch familienfreundliche Angebote aus. Besonderen Eindruck hinterließ der Angelsportverein mit seiner sehenswerten Weiheranlage und dem außerordentlich erfolgreichen Angebot für Kinder und Jugendliche. Ein Aufnahmestopp in den Gruppen war erforderlich, weil die Nachfrage zu groß wurde.
Eimersdorf
Eimersdorf, das bei der Bereisung per Planwagen erkundet wurde, stach wiederum durch eine starke Gemeinschaft und großes Engagement rund um die Weiterentwicklung des Dorfes hervor.
Werbeln
Werbeln wurde ebenfalls für den besonderen Zusammenhalt, insbesondere im gemeinschaftlichen Wiederaufbau im Nachgang des letztjährigen Pfingsthochwassers, gelobt.
So geht es nun im Wettbewerb weiter:
Im Herbst 2025 konnte Reisbach mit seiner vielfältigen Dorfpräsentation bei der Bewertungskommission im Landeswettbewerb punkten und vertritt als Golddorf das Saarland 2026 beim Bundesentscheid.
Altforweiler präsentierte sich ebenfalls sehr gut und wurde mit einer Silbermedaille beim Landesentscheid belohnt und erhielt 1.500 Euro.
Ansprechperson
- Sachgebietsleiterin Umwelt und Klimaschutz
- Tourismus, Regionalentwicklung, Umwelt und Klimaschutz

































































