Weniger Müll. Mehr Wert.“: 38. KreisUmweltPreis des Landkreises Saarlouis verliehen
Umweltministerin Petra Berg, Landrat Patrik Lauer und Sandra Quinten, 1. Kreisbeigeord-nete, zeichneten die Siegergruppen aus. Foto: Landkreis Saarlouis/Yannick Hoen.
Bei der Abschlussveranstaltung zum 38. KreisUmweltPreis des Landkreises Saarlouis wurden im Großen Sitzungssaal des Saarlouiser Landratsamtes kürzlich Projekte ausgezeichnet, die mit innovativen Ansätzen im Bereich des Umweltschutzes vorangehen. Unter dem Motto „Weniger Müll. Mehr Wert. - Müll vermeiden. Abfall wiederverwerten. Ressourcen schonen.“ erreichten insgesamt sieben Bewerbungen den Kreis. Nun steht fest: Der diesjährige Hauptpreis geht an eine weiterführende Schule.
Durch das Programm der Feierstunde führte Monika Lambert-Debong, Sachgebietsleiterin Umwelt im Amt für Tourismus, Regionalentwicklung, Umwelt und Klimaschutz des Landkreises Saarlouis. Landrat Patrik Lauer betonte zu Beginn der Veranstaltung, wie wichtig es ist, für den Umweltschutz aktiv zu sein: „Der diesjährige KreisUmweltPreis hat sich die Frage gestellt: Wie vermeiden wir Müll und was machen wir mit dem, den wir produzieren? Antworten darauf müssen sowohl im Großen als auch im Kleinen gefunden werden. Und unsere Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer liefern mit ihren Projekten konkrete Antworten und gehen somit als große ökologische Vorbilder voran.“
Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, schloss sich den Lobesworten des Landrates an: „Der KreisUmweltPreis macht Engagement sichtbar und zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, auch im Kleinen etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Dabei kann jede Einzelne und jeder Einzelne etwas bewirken – ob als Privatperson oder gemeinsam mit anderen. Jeder Beitrag zählt, wenn es darum geht, Abfall zu vermeiden und nachhaltiger zu leben.“
Den ersten Platz sowie ein Preisgeld über 1500 Euro sicherte sich das Kaufmännische Berufsbildungszentrum (KBBZ) in Saarlouis mit einer Sammelaktion. Seit fünf Jahren führt die Schulgemeinschaft Kronkorken und alles Metallische über Wertstoffhöfe wieder dem Kreislauf zu und spendet den Erlös an karitative Vereine in der Region sowie an den eigenen Schulförderverein. Das Juryfazit lautete wie folgt: „Kontinuierlich gewachsen, partnerschaftlich vernetzt und von großer Wirkung – ein überzeugendes Beispiel dafür, wie aus schulischem Engagement gelebter Ressourcenschutz in großem Maßstab entstehen kann.“
Dr. Yvonne Mehrle aus Saarlouis konnte mit ihren „NOMS“ den mit 1000 Euro dotierten zweiten Platz erringen. Unter dem Akronym, das für „Nie ohne mein Strohhalm“ steht, stellt sie Schutzbehälter für den hygienischen Transport wiederverwendbarer Glasstrohhalme aus dem 3D-Drucker her.
Der dritte Platz wurde indes zweimal vergeben: Einerseits an die Katholische Öffentliche Büche
Volles Haus bei der Verleihung des 38. Umweltpreises des Landkreises Saarlouis. Foto: Landkreis Saarlouis/Yannick Hoen.
rei St. Marien in Schmelz, die sich sowohl mit dem Verleih von Büchern als auch mit der Sammlung von Wertstoffen und Wiederverwendbarem umfassend mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, und andererseits an das Projekt „KlikKS“ aus Rehlingen-Siersburg mit seinen Verschenkbörsen, dem Verschenkregal und den Kleidertauschpartys. Beide Einrichtungen erhielten ein Preisgeld über 750 Euro.
Zwei Sonderpreise zu je 500 Euro gab es ebenfalls: Die Katholische Kita Heilige Dreifaltigkeit in Fraulautern wusste die Jury mit ihrem Upcycling-Außenspielbereich und Nistkästen aus alten Materialien zu überzeugen und wurde in der Rubrik „Innovation und Engagement“ ausgezeichnet. Der Sonderpreis für „herausragende Baukunst“ ging an das Haus für Kinder und Familien St. Marien Ensdorf für ihr Spielhaus, das aus alten Milchkartons „gebaut“ wurde.
Grundlage der Entscheidung war eine Bewertung durch eine Jury, die sich aus Mitgliedern des Kreistagsausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Tourismus und Landwirtschaft zusammensetzt. Die Preise verlieh Landrat Patrik Lauer gemeinsam mit der 1. Kreisbeigeordneten Sandra Quinten, die den Juryvorsitz hatte.
Den KreisUmweltPreis des Landkreises Saarlouis gibt es bereits seit 1985. In diesem Jahr wurde er bereits zum 38. Mal verliehen.