Kreisumweltpreis 2019

Die Verleihung des Kreisumweltpreises hat im Landkreis schon eine lange Tradition. In diesem Jahr wurden zum 32. Mal Umweltpreisträger gesucht, die den Landkreis und seine Natur bereichern.

Ziel des diesjährigen Mottos „Naturnaher Vorgarten“ war ein Bewusstsein für eine natürliche Umwelt als lebensnotwendige Grundlage zu fördern und die Lebensbedingungen für Insekten und das Ökosystem insgesamt zu verbessern.

Umweltpreis_2019_Veranstaltung Stolze 29 Bewerbungen sind eingegangen und alle Vorgärten wurden vom Kreistagsausschuss für Umwelt, Naherholung und Landwirtschaft unter der Leitung von Klaus Engel an insgesamt 4 Bereisungstagen besucht und begutachtet und nach eingehender Beratung beschloss der Kreistag einstimmig, das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro auf sieben Projekte aufzuteilen.

Zur Würdigung der Gewinner des Umweltpreises 2019 wurde im Landratsamt Saarlouis zu einer Feierstunde eingeladen. Die musikalische Umrahmung übernahm dabei Dirk Urnau.

"Der Landkreis Saarlouis will für das Thema Umweltschutz sensibilisieren, denn jeder von uns kann der Natur etwas Gutes zu tun. Sei es durch bewusstes Einkaufen, CO2-Einsparungen oder indem man den Pflanzen und Tieren im eigenen Garten ein Zuhause gibt. Die Umweltpreisträger zeigen in diesem Jahr auf tolle Weise, wie viel man schon im verhältnismäßig kleinen Vorgarten erreichen kann",  freut sich Landrat Patrik Lauer. Generell passe das Thema gut ins Konzept, denn der Landkreis ist seit kurzem auch pestizidfreier Landkreis, in diesem Zusammenhang wird die landwirtschaftliche Nutzung auf den kreiseigenen Flächen zurückgefahren, um Blühflächen anzulegen, die ohne Verwendung von Pestiziden gepflegt werden.

„Unsere Vorgärten sind auch Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier. Aber hier ist noch viel im Bereich Aufklärung und viele kreative Ideen notwendig um Vorgärten bunter und lebenswerter zu gestalten deshalb ist der Wettbewerb eine gute Idee“, lobte Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz Roland Krämer. Er erkannte direkt: Hier einen Sieger festzustellen, das sei sicher eine sehr schwierige Aufgabe gewesen, da alle Gärten individuell gestaltet und jeder für sich schon ein kleines naturnahes Kunstwerk sei.

Mit dieser Einschätzung lag der Staatssekretär richtig. Neben Platz eins und zwei gab es in diesem Jahr fünf dritte Plätze:

Gewinner_Umweltpreis2019 Christine Roth und ihr „unaufgeräumter Garten“ wurden Sieger des 32. Kreisumweltpreis. Für manch einen herrscht in diesem Garten ein durcheinander, aber hier herrscht das Motto: Wachs doch wo du willst! So naturbelassen, dass sich hier viele Insekten tummeln und immer wieder was Neues entdecken können. Man sollte sich vom Aussehen nicht täuschen lassen. Was nach Unkraut aussieht, ist unter Umständen kein Unkraut, sondern kann etwas sehr Schmackhaftes für Mensch oder Tier sein. Eine Wildbienenwand und ein Vogelbad runden das Konzept ab.

 Annette Schröder hat sich einen naturnahen und nachbarschaftlichen Vorgarten geschaffen. Sie hat sich damit den zweiten Platz gesichert. Dieser Vorgarten ist bienenfreundlich, nützlich, duftend. Es gibt einen Kräutergarten mit Salbei, Rosmarin, Oregano, Liebstöckel, Lavendel, Melisse, Fenchel u. v. m. allerdings kombiniert mit Blumen, damit immer etwas blüht und für die Nahrung der Bienen sorgt. Der umgebene Zaun hat offene Stellen für Igel und Kleintier.

Werner Schug aus Altforweiler war mit 93 Jahren der älteste Teilnehmer am Wettbewerb. Seinen Vorgarten hat er seit 1953/54 immer weiterentwickelt und überzeugte mit seinem blühenden Garten. In seinem Vorgarten findet man Krokusse, Narzissen und Tulpen, bienenfreundliche Stauden und Rosen sowie viele Sommerblumen.

Katrin Reus und Enzo Messina aus Bous überzeugten mit ihrer (Neu-) Anlage eines naturnahen Vorgartens am Schwedenhaus. Ihr Vorgarten soll dem Betrachter die Vielfalt und Schönheit der heimischen Natur näher bringen. In diesem Vorgarten sind insektenfreundliche Pflanzen, vor allem Wildstauden und eine abwechslungsreiche Bepflanzung, um verschiedene Insekten in verschiedenen Entwicklungsstadien Nahrung zu bieten und dabei auch Rückzugsort und Kinderstube für viele Insekten zu sein.

Margarete und Michael Meyer aus Saarlouis kreierten einen in Vielfalt blühenden Vorgarten. In ihrem Vorgarten befinden sich Insektenhotels und verschiedene Nistkästen. Zur Abdeckung der Pflanzen, um Wasser Feuchtigkeit und Wärme zu speichern wurde Lava verwendet. Ganz besonders interessant finden diesen Vorgarten die Weinbergschnecken die hier ein Zuhause gefunden haben.

Einen Vorgarten für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten hat sich Stefanie Mellinger aus Niedaltdorf erschaffen. Es ist ein Idyll aus Beeten und Steinmauern. Es wurden insektenfreundliche Pflanzen wie Salweide und Schmetterlingsflieder angepflanzt. Im Bereich der Stockrosen, Königskerzen und Nachtkerzen tummeln sich die Wildbienen in Scharen und richten dort ihr Winterquartier ein.

Mareike und Christian Kelkel aus Biringen  setzten auf Grün statt Grau. Sie achteten bei der Bepflanzung auf eine Mischung aus insektenfreundlichen und heimischen Nicht-Neophyten. Hier finden sich z. Bsp. Duftpflanzen wie Lavendel, Rosmarin und Minze. Aber auch Säulenbäume wie Buche und Ginko ein Bienenbaum und ein Malus Red Jade haben ihren Platz gefunden.
 

Preisträger 2019

3. Platz

Platz3_Umweltpreis01
Werner Schug, Altforweiler

3. Platz

Platz3_Umweltpreis02
Stefanie Mellinger. Niedaltdorf

3. Platz

Platz3_Umweltpreis03
Margarete und Michael Meyer, Saarlouis

3. Platz

Platz3_Umweltpreis04
Mareike und Christian Kelkel, Biringen

2. Platz

2
Anette Schröder, Hüttersdorf

1. Platz

Platz1_Umweltpreis
Christine Roth, Siersburg