Landkreis Saarlouis setzt Zeichen für Respekt an Fastnacht
Michael Schleich, Regionalvertreter des Verbandes saarländischer Karnevalsvereine im Bezirk Saarlouis/Lebach, setzt ein deutliches Zeichen für Respekt und klare Grenzen. Denn eines gilt immer und überall: Nein heißt Nein. Auch an Faasend. Foto: Landkreis Saarlouis/Yannick Hoen
Unter dem Motto „Nein heißt nein. Auch an Faasend.“ setzt der Landkreis Saarlouis gemeinsam mit karnevalistischen Vereinen und weiteren Partnern ein klares Zeichen gegen sexuelle Belästigung und Grenzverletzungen auch während der närrischen Zeit. Ziel der Aktion ist es, für Respekt, Rücksichtnahme und ein sicheres Miteinander bei karnevalistischen Veranstaltungen zu sensibilisieren. Gerade in der ausgelassenen Atmosphäre der Fastnacht („Faasend“) ist es wichtig, persönliche Grenzen zu achten und deutlich zu machen: Ein Nein ist immer ernst zu nehmen, unabhängig von Kostüm, Stimmung oder Anlass, und gilt im Gespräch genauso wie auf der Tanzfläche. Die Kampagne macht darauf aufmerksam, dass Karneval für Lebensfreude und Gemeinschaft steht, nicht für unerwünschte Annäherungen oder Übergriffe.
„Die Faasend steht für Offenheit und ein respektvolles Miteinander. Gerade in der ausgelassenen Zeit ist es unsere gemeinsame Verantwortung, aufeinander zu achten und persönliche Grenzen zu wahren. Ein ausgesprochenes Nein ist stets eindeutig und ohne Einschränkung zu respektieren, auch an Faasend. Unsere karnevalistischen Vereine bekennen sich klar zu einem sicheren und wertschätzenden Miteinander für alle“, sagt der Regionalvertreter des Verbandes saarländischer Karnevalsvereine des Bezirkes Saarlouis/Lebach, Michael Schleich.
Der Landkreis Saarlouis wirbt mit der Kampagne dafür, nicht wegzuschauen und verweist auf bestehende Hilfsangebote für Betroffene. Mit Plakaten und Social-Media-Motiven soll die Botschaft breit in der Bevölkerung verankert werden. Die Aktion wird in Zusammenarbeit mit dem Verband saarländischer Karnevalsvereine im Regionalbezirk Saarlouis/Lebach umgesetzt und richtet sich an Besucherinnen und Besucher ebenso wie an Vereine, Veranstalter und Aktive der Faasend. Hilfe erhalten Betroffene beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter der Telefonnummer 116 016 sowie unter www.hilfetelefon.de. Weitere Unterstützer können sich gerne beim Kreisjugendamt unter 06831/444-555 melden.