„Eines der besten Dinge, die uns je passiert sind“ – Kooperationsvereinbarung zum Zentrum für schulische Rehabilitation unterzeichnet

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„Dieses Projekt ist eines der besten Dinge, die uns je passiert sind. Hier lässt man uns fühlen, dass wir nicht wertlos sind wegen der Probleme die wir haben, sondern man gibt uns eine echte Chance.“, so ein Schüler, der an der Maßnahme zur schulischen Rehabilitation teilnimmt.

Schulische Rehabilitation bedeutet, dass man Schüler, die aufgrund ihrer schweren psychischen Erkrankungen und ihrem komplexen Hilfebedarf nicht am Regelunterricht teilnehmen können, langsam an die Teilnahme an genau einem solchen Unterricht heranführt. Hierum kümmert sich erstmals ein interdisziplinäres Expertenteam aus Lehrern, Schulpsychologen, Sozialpädagogen und Kinder- und Jugendpsychologen. Die Zusammenarbeit ist nicht nur überfachlich, sondern auch rechtskreisübergreifend, weswegen nun eine offizielle Kooperationsvereinbarung geschlossen wurde.

Landrat Patrik Lauer betonte, wie wichtig es sei, den Bildungsweg für die jungen Menschen wieder zu öffnen: „Der Jugendliche wird nicht von A nach B geschickt und von hier nach dort, bei uns ist es so, dass alle zusammenkommen um zu helfen und zwar an einem Ort, an der Anne-Frank-Schule.“

Das System funktioniere, so Landrat Lauer, weil es auf die jungen Menschen ausgerichtet ist: „Der Jugendliche steht im Mittelpunkt, um ihn herum bilden wir einen Hilfekreis aus Experten aus allen Fächern, die nicht nebeneinander arbeiten, sondern miteinander.“

Bildungsstaatssekretärin Streichert-Clivot bestätigte, dass die Ressourcen des Bildungsministeriums am Reha-Zentrum an der Anne-Frank-Schule gut angelegt seien: „Man muss das System auf den Jugendlichen anpassen, nicht andersrum. Hier wird gezeigt, wie multiprofessionelle Zusammenarbeit ganz praktisch gelingt und Erfolg hat.“

Dr. Bernd Janthur, Gemeinschaftspraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie, betonte, wie spannend und förderlich die Arbeit im Reha-Zentrum auch für die Experten ist: „Vor dem Reha-Zentrum mussten wir lange Wege gehen, heute kommen alle zusammen und arbeiten viel vernetzter.“ Er dankte dem Landkreis Saarlouis auch stellvertretend für seinen Kollegen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Müller-Borhofen.

„Wir sitzen wirklich zusammen. An einem Tisch haben wir Therapeuten, Sozialpädagogen und Lehrer.“, bestätigt Sabine Speicher, Schulleiterin der Anne-Frank-Schule, die gute Zusammenarbeit des interdisziplinären Teams. „Fachlich ist der Austausch sehr fruchtbar, aber auch persönlich lernen wir viel von den anderen Professionen.“ Speicher dankte dem Landkreis Saarlouis für „die Unterstützung, die hervorragende Koordination und vor allem die Rückendeckung“ und resümierte, „das Projekt ist so erfolgreich, weil es allen Beteiligten so am Herz liegt.“

 

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