Auszeichnung Kreisumweltpreis 2011

Emsig wie die Bienen, die in den Schaukästen im Landratsamt schwirrten, sind die Bewerber und Sieger des Kreisumweltpreises, wenn es um den Schutz und Erhaltung der Umwelt und auch bei der Werbung um Mitstreiter geht. Der mit 2600 Euro dotierte 24. Kreisumweltpreis wurde auch dieses Mal wieder nach einstimmigem Jury-Votum und einstimmigen Kreistagsbeschluss vergeben. Kreisbeigeordnete Esther Woll bescheinigte den fünfzehn Bewerbern „beachtenswerte Leistungen“,  Vorbildfunktion und ermunterte sie zum Weitermachen.  

Umweltpreisträger 2011
Unser Bild zeigt die Kreis-Umweltpreisträger Martin Breininger, Volker Löw (1. Preis), Constantin und Viktoria Wirbel (3. Preis), Edgar Theobald (3. Preis) und Ernst Kollmann (2. Preis) mit der Kreisbeigeordneten Esther Woll (v.l.).
Foto: Brigitta Schneider/pdl


“Insekten – ihre Bedeutung für die Umwelt und ihr Schutz- ein praktisches bzw. umweltpädagogisches Projekt“  lautete das Wettbewerbsmotto.

Die Welt der Bienen bringen die ersten Preisträger, Martin Breininger und Volker Löw aus Reisbach in  Kindergärten und Klassenzimmer. Ihre Plexiglasschaukästen gewähren einen gefahrenlosen Einblick in die Arbeits-Welt der Bienen. Mit ihrer Bienenerlebnispädagogik wollen die Preisträger aber auch für den Imker-Nachwuchs werben. Kreisbeigeordnete Esther Woll gratulierte Martin Breininger und Volker Löw mit Urkunde und Preisgeld über 1200 Euro.

Über den 2. Preis und 800 Euro freute sich Ernst Kollmann aus Schaffhausen. Sein Projekt  „Naturschutz mit Kindern für Biene, Hummel  und Co“ brachte dem engagierten Naturkundler die Auszeichnung ein. Mit Kindern baut er Insekten-Hotels, legt und pflegt Biotope, Klein- und Flachgewässer, betreibt Pflanzaktionen und führt u. a. naturkundliche Wanderungen durch.

Den dritten Preis und das Preisgeld von 600 Euro teilen sich Edgar Theobald aus Hülzweiler und das Reisbacher Geschwisterpaar Viktoria und Constantin Wirbel.

„Die Jury würdigt mit dieser Entscheidung das Lebenswerk von Edgar Theobald“, sagte Kreisbeigeordnete Esther Woll. Dem Schutz und der Zucht heimischer Insekten- insbesondere Schmetterlingen – sowie ihre Darstellung in Kindergärten, Schulen, bei Umweltverbänden widmet sich Theobald seit über zwei Jahrzehnten. In Einmachgläsern gelingt es ihm inzwischen jährlich zirka 75 Arten und 1500 Falter aufzuziehen. Seltenen Käfern und Insektenarten gewährt er in seinem heimischen Garten eine geschützte Lebenswelt. Mit seinem „Lebendmaterial“ ist er mit seinen Vortragsveranstaltungen bei Kinder und Erwachsenen sehr beliebt.

Einen neuen Weg Umweltprobleme aufzuzeigen und anzuprangern beschreiten Viktoria (18) und Constantin Wirbel (14) aus Reisbach. Ihr Umwelt-Clip „Sie würden, wenn sie könnten“ offenbart die Schönheit der Natur, deckt Umweltsünden auf, die dann in der szenarischen Darstellung gleich bestraft werden.

Rainer Ulrich, Vorstandsmitglied und Sektionsleiter der Delattinia-Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes, würdigte die Verdienste der Preisträger. Sie leisteten einen sehr wichtigen und auch pädagogisch wertvollen Beitrag, Naturkundewissen in Schulen und zu Kindern zu tragen. Ulrich überraschte die Festversammlung im Landratsamt mit Fragen und Aussagen über Tierarten. So gebe es 20 000 verschiedene Insektenarten im Saarland. Von den hier vorkommenden 2150 Schmetterlingsarten würden Schüler lediglich nur bis zu fünf kennen. „Es ist Fünf vor Zwölf, was zu tun, damit das Wissen nicht verloren geht“, sagte Ulrich.

Die Kreisumwelt-Preisvergabe wurde musikalisch von zwei jungen Bundespreisträgern von „Jugend musiziert“ gestaltet. Lisa Saterdag (Violine) und Alexander Altmeyer (Klavier). 

                                    

 

 


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