„Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ – Landkreis veranstaltet Filmabend zur Energiewende im Thalia Kino Bous

Mehr als hundert Besucher sind der Einladung von Landrat Patrik Lauer und Kreis-Klimaschutzmanager Ralf Rupp ins Thalia Kino Bous gefolgt, um nicht nur den Film „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ von Regisseurin Birgit Tanner auf der großen Leinwand zu sehen, sondern anschließend Fragen mit der Diskussionsrunde aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu erläutern. „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ kritisiert die Probleme der schwerfällig gewordenen Energiewende an Beispielen aus ganz Deutschland – ob nun Speichertechnologien, Windräder oder Bürgerenergiegenossenschaften, sie alle kämpfen zurzeit mit einem Mangel an Akzeptanz und manchmal auch politischem Willen. Dass sich die Arbeit für das Klima lohnt und jeder Einzelne einen Unterschied machen kann, das ist das vorsichtig optimistische Fazit der 90-minütigen Dokumentation.

Im Anschluss diskutierten Birgit Tanner, Regisseurin, Christine Mörgen, Vorstandsmitglied der Ingenieurskammer, Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND, Landrat Patrik Lauer, Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke, Dr. Michael Brandt, IZES-Geschäftsführer, und Alexander Schwehm, Präsident der Architektenkammer Saarland mit Mathias Winters, Regionalleiter der Saarbrücker Zeitung.

Für die Energiewende habe er noch Hoffnung, betont Landrat Lauer: „Idealisten und Forscher zeigen, dass es geht. Wir müssen anfangen zu kämpfen für die neue Energiewende und eine Denkwende in den Köpfen erreichen.“ BUND-Landesvorsitzender Hassel bekräftigte das: „Eigentlich wissen wir, was zu tun ist. Wir haben die Technik und die Wissenschaftler, jetzt müssen wir das, was ausgetüftelt wird, nur in die praktische Anwendung bringen.“ Hassel ist überzeugt: „Die Energiewende lohnt sich, denn sie hat viel Nutzen für uns alle.“ Unsere Erde, so Lauer, sei ein Unikat, das wir erhalten müssten für alle Generationen nach uns.

Der Präsident der Architektenkammer Saarland riet zur Selbsttätigkeit der Bürger, jeder solle sich selbst fragen, was er für die Energiewende tun kann: „Wir können heute schon so bauen, dass nicht nur keine Energie verschwendet, sondern sogar noch Energie produziert wird, es braucht nur Vorreiter.“ „Wir brauchen eine Transformation im gesellschaftlichen Denken. Mut, Umdenken und Hoffnung sollten die Gründe für die Energiewende sein und nicht erst Naturkatastrophen oder Unglücke wie Fukushima und Tschernobyl.“, fordert IZES-Geschäftsführer Dr. Brandt. Die Energiewende sei eine Überlebensfrage. Auch Christine Mörgen von der Ingenieurskammer Saarland betonte diesen Aspekt: „Die Technologien sind bekannt, wir brauchen aber mehr Menschen, die sich für diese gesellschaftliche Aufgabe engagieren.“ Wirtschaftsstaatssekretär Barke ergänzte, man müsse das, „was wir an Forschung und Technologie haben, in alle Bereiche der Energiewende“ einbringen. Zudem sei es notwendig, die Befassung mit dem Thema Energiewende zur Gewohnheit in der breiten Öffentlichkeit zu machen: „Wir müssen alle mitnehmen, denn wenn jeder gleichermaßen profitiert, steigt die Akzeptanz.“ Auch Regisseurin Birgit Tanner ist optimistisch: „Wir haben beeindruckende Technologien, man spürt den Erfindergeist der Deutschen, doch dürfen wir nicht immer auf den nächsten Abgasskandal oder Unglücke warten, bevor wir umdenken. Ich würde mich über 100 Prozent erneuerbare Energien freuen und zwar nicht in hundert Jahren, sondern wenn ich es noch miterleben kann.“

Der Filmabend war eine von vielen Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche "Das Saarland voller Energie", die der Landkreis Saarlouis mit seinem Klimaschutzkonzept seit einigen Jahren unterstützt. Dieses Jahr bot die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Saarlouis neben Filmabenden und Vorträgen auch eine Elektromobilitätstour durch den Kreis an. Kostenlose Beratung zu allen Bereichen des Klimaschutzes gibt es das ganze Jahr über.

„Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ ist noch bis August 2018 in der ZDF-Mediathek verfügbar.

 

Saarlouis, den 21. September 2017

pdl

 

 


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