Neues Netzwerk zur Energieeffizenz erhält großen Zuspruch aus dem Handwerk

Die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Saarlouis, die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) und das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum (UWZ) haben im Januar mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages den Startschuss für das neue Energieeffizienz-Netzwerk für das Handwerk gegeben. Acht Betriebe haben nun die Gründungsvereinbarung unterzeichnet und sind damit offiziell dem Netzwerk beigetreten.

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Die bundesweite Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) schreibt die Teilnahme von mindestens fünf Handwerksbetrieben vor. Bereits die erste Informationsveranstaltung im Februar war sehr gut besucht. „Dass wir dieses Kriterium so schnell erfüllen, hat uns sehr gefreut. Da haben wir einen Nerv getroffen,“ sagte Landrat Patrik Lauer. „Mit der Gründung des Netzwerkes kommt der Landkreis Saarlouis seinen Klimaschutzziele wieder einen Schritt näher.“

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HWK-Präsident Bernd Wegner hob bei der Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung die Leuchtturmwirkung des Netzwerks im gesamten Saarland hervor: „Energieeffizienz wird immer stärker als Säule der Energiewende wahrgenommen. Die Handwerksbetriebe verbinden mit der Teilnahme am Netzwerk Ökologie mit Ökonomie. Sie schonen ihre Ressourcen und sparen dadurch oft bares Geld.“

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Die teilnehmenden Betriebe werden bis ins Jahr 2020 nach definierten Kriterien der IEEN beraten und begleitet. In einem Netzwerkarbeitsbuch werden dabei alle Energiedaten gesammelt und mittels Monitoring beobachtet. „Dieses Arbeitsbuch ist die Grundlage und das Herzstück unserer Arbeit“, betonte Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums (UWZ). Im Netzwerk gehe es darum, Handwerksbetriebe kostenfrei zu Maßnahmen zu beraten, die nicht nur das Klima schonen, sondern gleichzeitig Geld einsparen. „Die Berater unseres Netzwerkes betrachten alle Prozesse in den Handwerksbetrieben ganzheitlich. Für jeden Betrieb werden nach ausführlicher Bestandsaufnahme individuelle Maßnahmen definiert, die realistisch umzusetzen sind. Durch diese Optimierungen unterstützen wir die Betriebe auch dabei, das Werkstück, das Brötchen oder die Fahrtenplanung zu verbessern“, fasste Thalhofer die Arbeit des Netzwerkes zusammen.

Das Netzwerk gilt als erstes seiner Art im Saarland als Modellprojekt. Die Kosten für die vorerst geplante Laufzeit von zwei Jahren werden hälftig von der HWK und dem Landkreis übernommen. Der Gründung des Netzwerkes stimmte der Kreisausschuss Saarlouis am 7. Dezember 2017 einstimmig zu. In das Netzwerk können nur im Landkreis Saarlouis ansässige Handwerksbetriebe aufgenommen werden, deren Jahresenergiekosten 80.000 Euro pro Betriebsstätte nicht übersteigen.

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Foto: Vogelperspektive (Foto: Peter Diersch)

Weitere Informationen erteilen Ralf Rupp, Klimaschutzmanager des Landkreises (Tel.:  06831/444-551, E-Mail: ralf-rupp@kreis-saarlouis.de), und Sabine Zägel, Moderatorin des Netzwerkes beim UWZ (Tel.: 0681/5809-229, E-Mail: s.zaegel@hwk-saarland.de).

Saarlouis, den 15. März 2018

pdl