Bürger nähen in der ersten Woche 1.500 Mund- und Nasenmasken

Veröffentlicht am: 03.04.2020

Schutzmaterial Auf Grund der bundesweit vorherrschenden Lieferengpässe im Bereich der Atemschutzmasken für medizinisches Personal hat der Landkreis Saarlouis die Bürgerinnen und Bürger zur Abgabe von selbstgenähten Mund-Nasenmasken aufgerufen. Bereits in der ersten Woche sind so über 1.500 Masken im Landratsamt eingegangen. Aber auch Unternehmer, wie Malerbetriebe und Heizungsbauer, machten sich auf den Weg, um unbenutzte Atemschutzmasken, Visiere und Schutzbekleidung zur Verfügung zu stellen. „Wir sind tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger und bedanken uns für jede einzelne Spende“, betont der Landrat und Leiter des Krisenstabes auf Landkreisebene, Patrik Lauer.

Mit dieser Aktion wolle man alle Personen in medizinischen Berufen unterstützen, das abgegebene Schutzmaterial könne über diesen Weg zentral ausgegeben werden. „Wir müssen in der Krise zusammenhalten und jeder kann dazu beitragen, die exponentielle Ausbreitung der Pandemie abzumildern“, so Lauer. Neben den Landfrauen Hemmersdorf haben sich erste Gemeinden der Aktion des Landkreises angeschlossen: Wadgassen und Ensdorf nähen jetzt ebenfalls Mund- und Nasenmasken, die den Einrichtungen bald zur Verfügung stehen werden. Erste Masken wurden diese Woche an Arztpraxen im Landkreis Saarlouis verteilt, ab heute können sich weitere Praxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit ihrem Bedarf an Schutzausrüstung beim Bürgertelefon des Landkreises melden: 06831-444/6655.

Mund-Nasenmasken und alles, was dem Schutz des medizinischen Personals dient, können auch kommende Woche Dienstag und Donnerstag um 15 Uhr am Landratsamt in Saarlouis abgeben werden. Eine weitere Lieferung von Gummibändern zum Nähen wird zu den genannten Zeiten ebenfalls ausgegeben. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Landkreises www.kreis-saarlouis.de .