Stabsstelle Bildung startet in die zweite Förderphase

Unterzeichner_Zielvereinbarung_Bildung_aus_einem_Guss Seit 2015 arbeitet die Stabsstelle Bildung des Landkreis Saarlouis daran, bestehende Bildungsangebote zu verbessern oder neue Ansätze zu entwickeln, die dem Anspruch auf lebenslanges Lernen, Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit nachkommen. Dabei werden die Mitarbeiter*innen durch das Förderprogramm „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland unterstützt. Die Ziele für die im Juli 2019 gestartete zweite Förderphase haben der Landkreis und die Transferagentur nun in einer erneuerten Vereinbarung festgehalten.
 
Nach den ersten Jahren ihrer Arbeit hat die Stabsstelle bereits einige Erfolge vorzuweisen. Dazu zählen die Umsetzung einer MINT-Bildungsstrategie und der Aufbau eines ämterübergreifenden Bildungsmonitorings. Die Beschreibung und Analyse des Bildungsgeschehens im Bildungsmonitoring bildet das Rückgrat der Arbeit in der Stabsstelle. Hierzu werden bildungsrelevante Zahlen zum Beispiel zur Entwicklung von Schülerzahlen in einer Datenbank zusammengetragen. So können bei Bedarf zeitnah Analysen erstellt und Empfehlungen für die Verwaltung und politische Gremien bereitgestellt werden. „Bei unserem kommunalen Bildungsmanagement steht der Mensch im Mittelpunkt. Durch die Vernetzung verschiedenster Akteure des Bildungssektors bietet der Landkreis seinen Bürgern Bildung aus einem Guss – und damit beste Chancen für eine erfolgreiche Bildungsbiografie“, fasst Landrat Patrik Lauer die Arbeit der Stabstelle Bildung zusammen.
 
Über den Landkreis und das Saarland hinaus bekannt geworden ist das Zentrum für schulische Rehabilitation an der Anne-Frank-Schule. Die Stabsstelle hat den Aufbau des Reha-Zentrums von Anfang an begleitet und die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen koordiniert.  Dr. Katja Wolf, Leiterin der Transferagentur, ist beeindruckt von der Arbeit der Stabsstelle: „In Saarlouis kann man sehr gut sehen, wie das Konzept des kommunalen Bildungsmanagements wirkt. Denn Projekte wie das Reha-Zentrum sind nur in enger Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure möglich. Dafür braucht es einen Kümmerer, der die Arbeit koordiniert. Und das ist die Stabsstelle Bildung“, erläutert Wolf.
 
In der zweiten Förderphase möchte der Landkreis nun weitere Ziele in Angriff nehmen. In einem von der Transferagentur und der Stabsstelle organisierten Workshop erarbeiteten 40 Teilnehmer*innen aus der Saarlouiser Bildungslandschaft im Januar 2019 neue Ziele und Maßnahmen für die Bildungsarbeit im Landkreis. Die Schwerpunkte in den kommenden Jahren setzt Landrat Lauer beim Aufbau einer Berufsorientierung aus einem Guss, einem verbesserten Management des Übergangs von der Kindertagesstätte in die Grundschule und bei der Entwicklung von Bildungsangeboten zur Stärkung der Erziehungskompetenzen von Eltern. Das kommunale Bildungsmonitoring soll künftig noch stärker in der Verwaltung verankert werden. Darüber hinaus ist die Veröffentlichung eines Bildungsberichts geplant, mit dem auch über die Verwaltung hinaus über das Bildungsgeschehen des Landkreises informiert werden soll. Landrat Lauer ist sich sicher: „Kommunales Bildungsmanagement ist eine Daueraufgabe.“

Durch die Unterzeichnung der Zielvereinbarung kann der Landkreis auch künftig von den Angeboten der Transferagentur profitieren. „Wir freuen uns nun darauf, den Landkreis auch in den kommenden Jahren bei der Weiterentwicklung seiner Bildungslandschaft mit Beratung, Workshops und Qualifizierungen zu unterstützen“, so Wolf mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit.