FAQ


Auf dieser Seite haben wir häufig gestellte Fragen gesammelt, die uns wiederholt am Bürgertelefon, per E-Mail und über die sozialen Medien begegnet sind.

Der Landkreis Saarlouis ist Risikogebiet. Was heißt das?

Am Freitag, den 16. Oktober 2020, hat der Saarlouis die Warnstufe von 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten. Der Landkreis Saarlouis bleibt so lange als Risikogebiet eingestuft, bis die höchste Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner insgesamt 5 Tage in Folge unterschritten wird.

Die aktuelle Inzidenz können Sie unserer Seite Corona-Ticker entnehmen.

Welche Einschränkungen gelten derzeit?

Auf der Homepage der saarländischen Landesregierung sind die aktuellen Einschränkungen detailliert aufgelistet.

Welche Regeln gelten bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200?

Laut der aktuellen infektionsrechtlichen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gilt für Landkreise, die drei Tage in Folge eine 7-Tage-Inzidenz über 200 ausweisen, eine Beschränkung des Bewegungsradius.  Alle Bürgerinnen und Bürger dürfen sich ab dann für das Aufsuchen touristischer Ausflugsziele nur maximal 15 Kilometer Luftlinie von ihrem Wohnort entfernen. Von dieser Einschränkung grundsätzlich ausgenommen sind die Wege zur Arbeit, zum Einkaufen, Arztbesuche sowie der Besuch von Angehörigen.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie kann von dieser Einschränkung absehen, wenn die Überschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz auf einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen beruht.

Die Einschränkungen können wieder aufgehoben werden, wenn ein Landkreis fünf Tage in Folge unter der Inzidenz von 200 liegt.

Wer zählt zum familiären Bezugskreis?

Angehörige des eigenen Haushalts, Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige. Patentante und –onkel, wenn sie nicht blutsverwandt, gehört nicht zum familiären Bezugskreis.

Ich hatte Kontakt zu einer Person, die mit dem Corona-Virus infiziert ist. Was muss ich tun?

Zunächst einmal: Ruhe bewahren.

Das Gesundheitsamt ermittelt alle Kontaktpersonen einer positiv-getesteten Person.

Wenn Sie direkten Kontakt zu einer positiv-getesteten Person hatten, bleiben Sie bitte zuhause und halten Sie sich an die gängigen Hygieneregeln. Kontaktieren Sie ihren Arbeitgeber. ‚Direkter Kontakt‘ wird nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts folgendermaßen definiert: mindestens 15 Minuten "face-to-face"-Kontakt, oder längeres gemeinsames Aufhalten in einem schlecht gelüfteten Raum, direkter Kontakt zu Sekreten, naher Kontakt zu oder langer Aufenthalt mit Kranken ohne Schutzkleidung. Wenn Sie direkten Kontakt hatten, werden Sie als Kontaktperson der Kategorie 1 vom Gesundheitsamt ermittelt und schnellstmöglich kontaktiert. Das Gesundheitsamt wird Sie über das weitere Vorgehen bzgl. Quarantäne und möglicher Testung informieren. Durch die hohe Auslastung der Gesundheitsämter können derzeit Wartezeiten entstehen.

Für eine Einstufung als Kontaktperson der Kategorie 2 definiert das RKI: "face-to-face"-Kontakt weniger als 15 Minuten, kein längerer gemeinsamer Aufenthalt in einem schlecht gelüfteten Raum, naher Kontakt, aber mit Maske bei Infiziertem und Kontaktperson. Kontaktpersonen der Kategorie 2 wird eine Kontaktreduktion empfohlen, es wird aber nicht weiter ermittelt oder symptomlos getestet. 

Quarantäne 

Häusliche Quarantäne – was ist das?

Die freiwillige bzw. angeordnete häusliche Quarantäne dient Ihrem Schutz und dem Schutz von uns allen. Sie wurde Ihnen angeordnet bzw. freiwillig auferlegt, weil Sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, oder weil Sie Kontakt mit einer nachweislich mit dem Sars-Cov-2-Virus infizieren Person hatten.

Sie ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden. Die Quarantäne soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern.

Rechtliche Grundlage bietet das deutsche Infektionsschutzgesetz (IfSG). Man unterscheidet dabei die freiwillige und die angeordnete Quarantäne. Wichtig: Nur bei der angeordneten Quarantäne besteht ein rechtlicher Anspruch auf Verdienstausfall nach dem IfSG!  

Freiwillige Quarantäne

Eine freiwillige Quarantäne kann Ihnen nahegelegt werden, wenn Sie sich z.B. in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder wenn Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Die freiwillige Quarantäne dauert im Normalfall 14 Tage, da die Inkubationszeit des Coronavirus ebenfalls 14 Tage beträgt. Sollten Sie negativ getestet bzw. ohne Testung nach 14 Tagen keine Symptome einer Grippe aufweisen, können Sie wieder Ihrem gewohnten Alltag nachgehen.

Angeordnete Quarantäne

Eine Quarantäne wird von der zuständigen Ortspolizeibehörde beispielweise dann angeordnet, wenn der Coronavirus bei Ihnen per Labortest nachgewiesen worden ist. In der Regel dauert die Quarantäne 14 Tage. Solang sich Ihre Symptome nicht verschlechtern, bleiben Sie dabei die ganze Zeit in der eigenen Häuslichkeit. Den Personen in Ihrem Haushalt wird dann eine freiwillige Quarantäne nahegelegt.

Wie muss ich mich in der Quarantäne verhalten?

  • Bleiben Sie zuhause und meiden Sie sozialen Kontakte
  • Befolgen Sie die Hygienehinweise: Regelmäßiges Händewaschen, Husten- und Niesetikette befolgen, halten Sie Abstand von anderen Menschen und nutzen Sie (wenn möglich) ein eigenes Badezimmer.
  • Wohn- und Schlafzimmer gut belüften
  • Haushaltsgegenstände wie Geschirr oder Wäsche nicht mit anderen Familienmitgliedern oder Mitbewohnern teilen.
  • Wäsche sollte regelmäßig und gründlich gewaschen werden
  • Führen Sie das Ihnen zur Verfügung gestellte Corona-Tagebuch gewissenhaft.

Ich bin in Quarantäne und meine Symptome werden schlechter. Was kann ich tun?

Bitte kontaktieren Sie umgehend Ihren Hausarzt oder den hausärztlichen Notdienst unter 116117.

Welchen Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls bei Quarantäneanordnung haben Arbeitnehmer und Selbständige?

Bitte füllen Sie den Antrag auf Erstattung des Verdienstausfalls nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) aus und reichen Sie ihn innerhalb der angegebenen Frist beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie ein.


Corona_telefon_herbst2020


Aktuelle Rechtsverordnung

Aktuelle Rechtsverordnung des Saarlandes (Stand: 25.01.2021)


Bussgeldkatalog (Stand: 25.01.2021)