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Partnerschaft Saarlouis-Bochnia ist gefestigt



Horst Ziegler (links) mit der Reisegruppe und polnischen Gästen in Krynica. Foto:privat

 

Saarlouis „Die Partnerschaft des Landkreises Saarlouis mit dem polnischen Landkreis Bochnia ist gefestigt und steht auf stabilen Grundlagen“. Dieses Resumée zieht der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Saarlouis-Bochnia, Horst Ziegler, Saarwellingen, nach der Rückkehr von Bochnia. Er war mit weiteren 14 Personen für eine Woche im Landkreis Bochnia unterwegs.

Wichtig für die Reisegruppe war, dass sie zum erstenmal mit dem dortigen Partnerschaftsverein zusammentrafen. Diese Begegnung war bereits am ersten Abend im Rahmen eines Grillfestes in einem Jagdhaus. Die Gastgeber hatten echte polnische Grillspezialtäten vorbereitet und entsprechende Getränke serviert. Erste Kontakte wurden geknüpft, Gespräche über die Partnerschaft geführt und Vereinbarungen getroffen:

Beide Vereine wollen ein einheitliches Logo erstellen lassen, mit dem für die Partnerschaft in Polen und im Kreis Saarlouis Werbung gemacht wird. Vorschläge für dieses gemeinsame Logo sollen in Form eines Wettbewerbs von deutschen und polnischen Schülerinnen und Schülern gemacht werden. Im September werden in beiden Vereinsvorständen die Einzelheiten besprochen und festgelegt.

Am Sonntag besuchten Gastgeber und Gäste den Gottesdienst in der St. Nikolaus-Basilika, der Pfarrkirche von Bochnia. Bei einem anschließenden kleinen Frühschoppen wurde das dortige pfarrliche Leben vorgestellt. Die Pfarrei St- Nikolaus in Bochnia würde mit einer Pfarrei im Kreis Saarlouis gerne in Kontakt treten. Der Partnerschaftsverein in Saarlouis will an die Pfarreien des Landkreises herantreten und Informationen weitergeben.

Ein echter polnischer Bauernmarkt war am Sonntagnachmittag Ziel der deutschen Gruppe. Polnische Gerichte, Kuchen, Gebäck, Butter, Käse, Getränke wurden kostenlos an alle Anwesenden (auch an Einheimische) verteilt. Umrahmt war der Nachmittag durch Folklore, Musik- und Gesangsvorträgen.

Denkmäler und Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt: ein Schloss in Nowy Wisnicz, eine Holzkirche aus dem 15. Jahrhundert in Lipnica Murowana, die altertümliche Innenstadt von Bochnia.

Ein Höhepunkt war der Besuch im Salzbergwerk Bochnia. In diesem Bergwerk wurde von 1248 bis in die 90-er Jahren des 20 Jahrhunderts Salz abgebaut. Diese Salzförderung hat zur Entwicklung der Stadt und der ganzen Region beigetragen. Die Abbauräume des Salzbergwerkes werden nach und nach liquidiert; während die ältesten und gleichzeitig interessantesten Teile des Bergwerkes als touristische Route zugänglich gemacht werden. Die größte erhaltene Kammer wurde als ein Erholungs- und Sanatoriumsraum eingerichtet. Die schönste Kammer ist die „Kapelle der heiligen Kunigunde“. Sie wurde im 18. Jahrhundert errichtet; Hauptelemente sind die Altäre mit Figuren der Hl. Kunigunde und der Hl. Barbara. Sie sind –ebenso wie die Kanzel – in Salz gehauen. Alljährlich werden an Heilig Abend und am Tag der Patronin der Heiligen Kunigunde in dieser Kapelle Gottesdienste gefeiert.

Begeistert waren die Saarländer im Museum Stanislaw Fischer im Bochnia. Mehr als 200 Exponate polnischer Maler und Künstler werden dort aufbewahrt. Sie sind eingebettet in einer umfassenden Darstellung der Geschichte der Stadt und des Kreises Bochnia.

Bei einem ausführlichen Gespräch mit dem Direktor dieses Museums, Jan Flasza, wurde von ihm zugesichert, dass Exponate aus seiner Sammlung in Saarlouis ausgestellt werden könnten. Umgekehrt können Künstler aus dem Kreis Saarlouis in

Bochnia ihre Exponate zeigen. Auch dieser Angelegenheit wird sich der Partnerschaftsverein annehmen.

Noch drei Tagesfahrten unternahm die Gruppe aus Saarlouis: Krakau, der Badeort Kricnicza und Niepolomicze im polnischen Jura-Gebirge.

Der Landrat des Landkreises Bochnia, Ludwik Wegrzyn, empfing die Gruppe bereits am ersten Tag ihres Aufenthaltes und sprach sich für eine Weiterentwicklung der Partnerschaft aus. Er dankte allen Personen in Saarlouis und in Bochnia, die sich für eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen bemühen.

„Wir sind dankbar für die Gastfreundschaft, die wir erleben dürfen“, erklärte Horst Ziegler und stellte besonders heraus, dass jeweils drei Polen – an jedem Tag andere – für eine umfangreiche Betreuung zur Verfügung standen.

Der Landkreis Bochnia umfasst einen Bereich von ca. 650 qkm und hat ca. 100000 Einwohner. Die Stadt Bochnia liegt 30 km südlich von Krakau.

Auskunft zum Partnerschaftsverein Saarlouis - Bochnia erteilt: Horst Ziegler, Saarwellingen, Tel. 06831 / 501 595 0 (Dienst), 06838 / 860737 (Privat)   oder per Email Autor: Horst Ziegler

 


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