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Gegen Streit und dicke Luft 
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|  Interaktives Gruppenspiel mit Referent Bernhard Schmitt.
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Kreis Saarlouis (pdl/eab) Aus den abgesprochenen zehn Minuten Fernsehen wird ein Familienstreit, weil der Nachwuchs sich nicht an die Regeln hält. Die Partnerschaft reibt sich an Kleinigkeiten auf und mündet in Vorwürfen. Konflikte belasten zwischenmenschliche Beziehungen, werden jedoch oft als unabwendbar hingenommen. Dabei gibt es Strategien, mit denen sich kräftezehrende Reibereien vermeiden oder zumindest abschwächen lassen.
Möglichkeiten der Konfliktlösung vermittelte an zwei Wochenenden eine Fortbildungsveranstaltung der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Landkreis Saarlouis (BeQu) in Zusammenarbeit mit der Ehrenamtbörse des Landkreises Saarlouis in der Grundschule Vogelsang. Die hierzu organisierten Kurse führten bis zu 20 Personen in die grundlegenden Informationen zu Hintergründen, Abläufen und Lösungen ein. Diese Kenntnisse bieten eine zusätzliche Qualifikation für die Arbeitswelt (z.B. Dienstleitungsbereich). Darüber hinaus lassen sich die Kenntnisse im privaten Bereich anwenden. Teilnehmer dieser Fortbildung kommen aus der BeQu-Maßnahme „Vereinsbetreuung“. Diese Maßnahme wird von der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Landkreis Saarlouis gGmbH (BeQu) in Zusammenarbeit mit der ARGE Saarlouis durchgeführt. Mit dieser Maßnahme soll die ehrenamtliche Arbeit von gemeinnützigen sport- und kulturtreibenden Vereinen, insbesondere auch in der Jugendförderung, unterstützt werden. 


„Alternative Konfliktlösung – Kommunikation und Mediation“ lautete das Thema der ersten Veranstaltung. Dabei gab der Sozialpädagoge und Mediator an der Grundschule Vogelsang, Dieter Kirsch, Einblicke in die Mediation. Dabei gehe es um das Schlichten von Streit, mit dem Fokus auf dem Opfer. Demnach seien Konfliktlösungen nur solche, die die Interessen des Opfers berücksichtigten. Das könne dann auch mal dazu führen, dass ein Schüler dem anderen den Ranzen zum Bus trage. Zusammen mit dem Pädagogen Ignatius Coniglio vermittelte Kirsch den Teilnehmern in interaktiven Gruppenspielen ein Verständnis für Teamarbeit und konstruktive Hierarchiebildung zum besseren Umgang mit Problemen.
Konflikte können frühzeitig gestoppt oder abgeschwächt werden, bevor sie sich zu handfesten Problemen ausweiten. Darum ging es im zweiten Seminar unter dem Motto „Anti-Gewalt Training – Grenzen-Regeln-Konsequenzen“. Um die Statuswippe ging es unter anderem. Also den Versuch interagierender Personen, eine jeweils höhere Position einzunehmen als das Gegenüber, um somit in eine Situation der Überlegenheit zu kommen. „Erziehungsresistente Kinder wollen immer im Hochstatus sein“, erklärte Referent Bernhard Schmitt, fachlicher Leiter des Erlebnispädagogischen Zentrums-Saar, EPZ, und der Fortbildung bei „Wir im Verein mit dir“. Deshalb sei es wichtig, die einmal gesetzten Regeln auch einzuhalten. Dies führe nicht zu starren Verhaltensweisen, sondern lasse je nach Situation auch genügend Spielraum für Kompromisse. „Aber es darf nicht so laufen, dass jemand erst vollendete Tatsachen schafft und dann auf das Einlenken anderer aus ist“.
Organisiert wurden die Veranstaltungen von der Leiterin der Ehrenamtbörse, Lioba Klein, welche die Maßnahme „Vereinsbetreuung“ betreut. Mit dem Standort Vogelsang-Schule konnte Lioba Klein nicht nur eine zentral gelegene Einrichtung verfügbar machen, sondern wählte auch eine der Vorreiterschulen im Saarland für Mediation mit entsprechender praktischer Erfahrung. Sie koordinierte neben Planung und Ablauf, Terminierung der Referenten auch die notwendige Verpflegung aller Teilnehmer. Den Teilnehmern überreichte Lioba Klein zum Abschluss Zertifikate, die sich bei späteren Bewerbungen positiv auswirken können.


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